Do it yourself: Kerzen selber färben

Am Sonntag ist es so weit – die Uhren werden auf die Winterzeit umgestellt. Dann ist es morgens zwar wieder länger hell, abends dafür aber umso früher wieder dunkel. Spätestens jetzt lohnt es sich also, die Kiste mit Kerzen, Windlichtern und anderer lichtvoller Deko mal wieder aus dem Keller zu holen. Vielleicht finden sich darin noch ein paar Wachsreste? In Kombination mit Wachsmalstiftresten können Sie daraus kinderleicht Kerzen selber färben. Mit diesen farbenfrohen Lichtspendern wird es zu Hause gleich deutlich heimeliger. Zudem ist das Kerzenfärben eine schöne Idee für verregnete Sonntagnachmittage.

Kerzen selber färben ist auch für Kindergeburtstage eine tolle Aktivität. Wenn Sie mit Kindern Kerzen färben möchten, sollten Sie als Aufsichtsperson auf jeden Fall immer mit dabei sein und sich vergewissern, dass die Gläser mit dem flüssigen Wachs sicher stehen. Das Wachs ist sehr heiß, Sie müssen also vorsichtig arbeiten. Die selbst gefärbten Kerzen kommen auch sehr schön als Tischdekoration zur Geltung – oder Sie machen aus kleinen Kerzen Mitgebsel für die jungen Gäste.

Anleitung für das Kerzenfärben

Hier können Sie die Anleitung für das Kerzenfärben als PDF herunterladen.

Das brauchen Sie

  • Wachsreste
  • weiße Kerzen oder gelbe Bienenwachskerzen in verschiedenen Größen
  • alte Gläser
  • Reste von bunten Wachsmalstiften oder -blöcken
  • feuerfeste Unterlage
  • Zeitung zum Auskleiden der Unterlage

Und so geht’s

  1. Wachsreste in Gläser füllen, in einen Topf mit Wasser stellen und die Wachsreste im Wasserbad schmelzen. Für jede Farbe benötigen Sie je ein Glas.
  2. Wenn das Wachs flüssig ist, die Reste von bunten Wachsmalstiften oder -blöcken in das jeweilige Glas hineingeben. Umrühren, bis sich die Farbe verteilt hat. Sie benötigen nicht viel Farbe – tasten Sie sich heran, je nachdem wie intensiv die Farben leuchten sollen.
  3. Die Gläser vorsichtig aus dem Wasserbad holen und auf eine feuerfeste Unterlage stellen, die mit Zeitungspapier ausgelegt ist.
  4. Nun die Kerzen eintauchen. Es reicht, wenn Sie die Kerzen nur ganz kurz hineintauchen. Danach etwas über dem Glas abtropfen lassen. Nach Wunsch umdrehen und die andere Seite mit der gleichen oder einer anderen Wachsfarbe einfärben.
  5. Die Farben werden nach dem Trocknen etwas intensiver, warten Sie also am besten, bevor Sie das Wachs nachfärben.
Ein kleiner Junge färbt Kerzen.
Die Kerzen werden nach Herzenslust in das bunte Wachs getaucht.

Kerzen selber färben: Tipps und Inspirationen

  • Nach etwa 20–30 Minuten beginnt sich das Wachs an der Oberfläche zu festigen und es entstehen Klümpchen. Stellen Sie es noch einmal kurz ins Wasserbad, dann hat es eine gute Konsistenz zum Weiterfärben.
  • Durch die Färbung an nur einer Seite entsteht ein hübscher Ombré-Effekt.
  • Selbst gefärbte Kerzen eignen sich sehr gut als individuelle Geschenke oder kleine Mitbringsel.
  • Bienenwachskerzen werden dunkler als weiße Kerzen, die Farbtöne erscheinen daher etwas sanfter. Weiße Kerzen lassen die Farben hingegen heller strahlen.
  • Der Umwelt zuliebe sollten Sie darauf achten, Stearin- oder Bienenwachskerzen zu verwenden. Hier finden Sie einen Überblick zu nachhaltigen Kerzen.
  • Sie können dem Färbewachs auch ein paar Tropfen reines, ätherisches Duftöl hinzufügen. Vor allem an Weihnachten sind die Duftrichtungen Zimt oder Orange sehr passend.
  • Haben Sie danach immer noch Wachsreste im Hause? Dann nutzen Sie diese doch zum Beispiel zum Wachsgießen an Silvester oder basteln Sie im nächsten Sommer selbst gemachte Grillanzünder.

Unser Sohn hatte so viel Freude am Kerzenfärben, dass wir gleich eine zweite Runde eingeläutet haben. Die Gläser mit dem bunten Wachs waren noch gut gefüllt, also benötigten wir nur noch „Kerzenrohlinge“. Ob wir auch schon Weihnachtsgeschenke für die ganze Familie gefärbt haben, wird nicht verraten …

Viel Freude beim Kerzenfärben wünsche ich Ihnen.

 

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