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Do it yourself: Upcycling-Rückenpolster aus Halstüchern

Das Upcycling-Rückenpolster ist ein bunter Blickfang an der Lehne der Gartenbank.

Manchmal liegen ausgediente Schals und Halstücher jahrelang versteckt in Schubladen oder Kartons. Einfach im Altkleider-Container entsorgen, kommt nicht infrage, denn meist sind sie dafür einfach zu hochwertig. In meinem Fall lagerte ein großer Stapel Tücher seit Jahren in einer Unterbettkommode: kleine Halstücher aus Baumwolle, Tücher aus Seide, Leinen, Chiffon, Jersey, Synthetik und zwei große, zu heiß gewaschene Umhängetücher aus Wolle. Noch ohne konkrete Idee habe ich angefangen, aus den unterschiedlichen Hals- und Schultertüchern einen sehr langen Zopf zu flechten. Hauptsache, es passiert was damit. Herausgekommen ist dabei ein Upcycling-Rückenpolster für unsere kleine Gartenbank. Sie steht unter einem Dachvorsprung und ist ganzjährig draußen. Seitdem sie eine bequeme Polsterung hat, nutzen wir sie wieder fast täglich.

Die zu bedeckende Fläche der Rückenlehne ist rund 120 x 40 Zentimeter groß. Die Herausforderung bestand darin, eine stabile Bankpolsterung in dieser Größe herzustellen, die sich schnell ins Trockene bringen lässt. Allein durch das Zusammennähen der Zopfschlingen lässt sich die notwendige Stabilität nicht erreichen. Deshalb habe ich den Zopf mit Textilgarn aus alten Spannbettlaken auf einen Drahtgitter gebunden. Aber eins nach dem anderen …

Anleitung für ein Upcycling-Rückenpolster

Hier können Sie die Anleitung für ein Upcycling-Rückenpolster als PDF herunterladen.

Das brauchen Sie

  • Halstücher, Schals, Schultertücher
  • 10 m Textilgarn z.B. aus alten Spannbettlaken oder T-Shirts
  • Maßband
  • Schere
  • Nähmaschine oder Nadel und Faden
  • Gitterdraht
  • Seitenschneider
  • 2 Nägel oder Schrauben

Und so geht’s

Für den Zopf benötigen Sie etwa drei gleich dicke Stränge aus Tüchern. Jeder Strang sollte nicht länger als 1,5 Meter sein, weil das Flechten sonst schwierig wird. Oft sind die Tücher ungleich breit, lang und dick. Um diesen Unterschied auszugleichen, können Sie die Tücher in ca. drei bis vier Zentimeter dicke Streifen schneiden – je nach Dicke der anderen Stoffe.

  1. Verbinden Sie die einzelnen Tücher fest miteinander, indem Sie die jeweiligen Enden übereinanderlegen und vernähen.
  2. Flechten Sie nun einen festen Zopf.
  3. Sobald ein Tuch eingeflochten ist, nähen Sie ein neues an, um den Strang fortzusetzen. Das geht auch mit Nadel und Faden. So erhalten Sie einen sehr langen Zopf, den Sie zum Beispiel in Schlaufen legen können.
  4. Schneiden Sie nun das Drahtgitter für die Unterlage zu. Messen Sie dafür die Rückenlehne aus. Mein Tipp: Markieren Sie die Fläche an den Ecken mit farbigen Bändern, damit die Begrenzung der Fläche gut sichtbar ist. lassen Sie am oberen Ende rund 40 Zentimeter Drahtgitter zusätzlich überstehen, damit es als zusätzliche Fixierung über die Rücklehne gebogen werden kann.
  5. Stellen Sie nun das Textilgarn her. Dazu den Stoff in etwa 2 bis 3 Zentimeter breite Streifen schneiden und mit dem Daumennagel fest über die Streifen ziehen, damit es sich zu einem Band formt. Dadurch rollen sich die Schnittkanten nach innen und sind nicht mehr sichtbar.
  6. Ein Ende des Zopfs am oberen Ende des Drahtgitters mit dem Textilband befestigen und dann reihenweise arbeiten, bis der gesamte Zopf verbraucht ist. Umschlingen Sie dabei alle 10 cm einen Strang des Zopfes mit dem Band und verknoten es fest am Gitter. Die Knoten sind auf der Rückseite und deshalb nicht mehr sichtbar.
  7. Bringen Sie nun zwei Nägel oder Schrauben an der Rückseite der Rückenlehne an, um das Verrutschen des Polsters nach links oder rechts zu verhindern.
Drei Schritte der Anleitung sind visualisiert. © Silvia Martin

Erst flechten, dann an das Gitter anbringen. Schon ist aus alten Tüchern ein Upcycling-Rückenpolster geworden.

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Bildquellen

  • schritte-upcycling-rueckenpolster: © Silvia Martin
  • upcycling-rueckenpolster: © Silvia Martin

Eva praktiziert „grünen“ Journalismus aus Überzeugung. Als Mitarbeiterin im Einkauf für Waschbär ist sie ständig damit beschäftigt, Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. Richtig wohl fühlt sie sich in der freien Natur. Dort lässt sie sich am liebsten vom Lichtwellenspektrum der blau-grün-türkisen Meeresfarben inspirieren.

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