Euphrasia officinalis

Deutsche Bezeichnung: Augentrost

Weitere Bezeichnungen / Synonyme
im Rahmen der deutschen Inhaltsstoffangaben:
Augendank, Augentrostextrakt, Wegleuchte, Wiesenwolf, Herbstblümle, Hirnkraut,




Herkunft/Geschichte

Für die einjährige, krautige Pflanze mit den weiß/gelb/violetten Blütchen gibt es in der Umgangssprache viele Namen: Augentrost, Augendank, Wegleuchte, Hirnkraut, Herbstblümle, Wiesenwolf oder Milchdieb. Letztere rühren daher, dass die Saugwurzeln des Augentrost anderen Gräsern Mineralien und Nährstoffe entziehen und deren Wachstum hemmen. Deshalb wird Augentrost nicht gerne an Viehweiden gesehen.
Augentrost wurde bereits in der Antike von Dioskurides als Bestandteil von Augenwässern erwähnt. Und schon in Kräuterbüchern des 15. Jahrhunderts werden die wohltuenden Wirkungen des Augentrostes beschrieben.
Euphrasia kommt aus dem Griechischen und bedeutet Frohsinn, was sich auf die markante Zeichnung der orchideenartigen Blüte mit einem leuchtenden gelben Fleck beziehen könnte. Der Zusatz "officinalis" im botanischen Namen der Pflanze verweist auf die traditionelle Verwendung.
Augentrost kommt in Süddeutschland vor, in größerem Umfang aber auch in Italien, Balkanländern und Russland.

Verwendete Pflanzenteile und Gewinnung der Rohstoffe

Aus den Blättern wird ein wässrig-alkoholischer Auszug hergestellt

Wirkstoffe

Die wesentlichen Wirkstoffe des Augentrost sind Iridoidglycoside, Lignane, Flavonoide und Gerbstoffe, mit nur geringem Anteil ätherischer Öle. Diese wirken in ihrer Gesamtheit beruhigend bei gereizter Haut.

Verwendung in der Naturkosmetik

Augentrostextrakt wird in hochwertigen Pflegeprodukten für den Augenbereich, aber auch in Mascara (der nahe am Auge verwendet wird,) eingesetzt..