China-Projekt

Bio-Seiden Projekt in China – wir nehmen den Klimaschutz selbst in die Hand

Kurz für Sie zusammengefasst: Zusammen mit unserem Partner Soil & More Impacts (SMI) stellen wir ein Modellprojekt in China auf die Beine. Das Projekt verbindet nicht nur Bio-Landwirtschaft und Klimaschutz. Es soll Kleinbauern auch eine berufliche Perspektive auf dem Land bieten und der chinesischen Regierung zeigen, was Bio-Landbau alles kann.

Wir gehen beim Klimaschutz neue Wege: Bisher haben wir unsere Emissionen durch den Kauf von CO₂-Zertifikaten kompensiert. Jetzt gleichen wir unsere CO₂-Emissionen durch ein hauseigenes Projekt aus. Auf Initiative unseres ehemaligen Eigentümers Ernst Schütz haben wir in China ein Projekt für Bio-Seidenanbau ins Leben gerufen. Mithilfe einer Förderung der DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft) können wir das Projekt nun weiter ausbauen. Es befindet sich in der chinesischen Provinz Sichuan. Dort haben wir eine Beteiligung an dem Unternehmen OTEX (Organic Textiles). OTEX ist der einzige Produzent von Bio-Seide in China. Das Unternehmen verarbeitet Seide zu verschiedenen Produkten, die wir bei Waschbär unter unseren Marken enna und minibär verkaufen.

Chinesische Seide aus biologischem Anbau

Die Raupen der Maulbeerspinner
Die Raupen der Maulbeerspinner

Die Seide stammt von Maulbeerspinnern, die von rund 250 Landwirten und ihren Familien gezüchtet werden. Die Raupen der Maulbeerspinner fressen, wie ihr Name schon verrät, nur die Blätter von Maulbeerbäumen. Die Bäume werden kontrolliert biologisch ohne Pestizide und chemisch-synthetische Düngemittel angebaut. Die Aufzucht der Seidenraupen bietet den Bauernfamilien aus fünf Dörfern eine Lebensgrundlage und wirkt so der massiven Flucht der ländlichen Bevölkerung in die Städte entgegen.

China denkt in Sachen Nachhaltigkeit um

Ein anderes Problem, mit dem China zu kämpfen hat, ist die massive Umweltverschmutzung, bedingt durch die rasante wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Mittlerweile nimmt die chinesische Regierung die damit verbundenen Risiken ernst. Sie hat eine nachhaltigere Entwicklung als eines ihrer zentralen Ziele definiert. Das sind gute Voraussetzungen, um auch den biologischen Landbau in China voranzutreiben. Und genau hier setzten wir an.

Bio-Landwirtschaft leistet einen Beitrag zum Klimaschutz

Wir haben unseren Klimaschutz-Partner Soil & More Impacts (SMI) damit beauftragt, in den Dörfern, in denen unsere Bio-Seide erzeugt wird, landwirtschaftliche Modellbetriebe aufzubauen. Mit diesen Betrieben wollen wir der chinesischen Regierung und den Landwirten zeigen, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung möglich und auch ökonomisch sinnvoll ist. SMI schult die Landwirte theoretisch und praktisch in Sachen Bio-Landbau. Unter anderen lernen die Bauern, wie sie die Bodenfruchtbarkeit verbessern können.

Gesunde Böden können CO₂ speichern

Und hier schließt sich der Kreis zum Thema Klimaschutz: Denn gesunde Böden sind nicht nur für die Landwirtschaft wichtig, sondern sie sind auch der größte CO₂-Speicher der Welt! Wir werden daher im Rahmen des Projektes auch untersuchen und dokumentieren, inwiefern die Bio-Landwirtschaft und fruchtbare Böden nachweislich zum Klimaschutz beitragen. Für das CO₂, das die chinesischen Bio-Bauern einsparen und einbinden, zahlen wir ihnen Geld. Als Kompensation für die CO₂-Emissionen, die die Triaz Group verursacht.

Bio made in China

Derzeit sind 250 Familien und fünf Dörfer an unserem Projekt beteiligt. Zukünftig sollen es mehr Familien und mehr Dörfer in der Umgebung werden. Damit das klappt, müssen die Regierung und die Bauern überzeugt sein, dass sich das Ganze auch ökonomisch wirklich lohnt. Ziel unseres Projektes ist es daher auch, die Einkommenssituation der Landwirte zu verbessern und insbesondere jungen Menschen eine Perspektive auf dem Land zu bieten. Von SMI bekommen die Landwirte daher auch Tipps, wie sie zwischen den Maulbeerbäumen Nebenprodukte biologisch kultivieren können. Die Vermarktung von weiteren Bio-Produkten macht sie unabhängiger von der Seidenproduktion und bringt ihnen zusätzliches Einkommen. Denn nicht nur die Regierung denkt um. Mehr und mehr Chinesen interessieren sich für unbelastete Bio-Lebensmittel. Wer es sich leisten kann, kauft Importprodukte aus dem Ausland. Denn chinesische Bio-Produkte sind derzeit noch Mangelware. Mit unserem landwirtschaftlichen Modellprojekt wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass sich das in Zukunft ändert.