Bienen und Blüte

Gemeinsam für den Artenschutz

Kurz für Sie zusammengefasst: Vielfalt ist ein Grundprinzip auf unserem Planeten, ohne das Leben gar nicht möglich wäre. Damit unser Ökosystem funktioniert, ist es auf das Zusammenspiel vieler Arten angewiesen. Daher engagieren wir uns gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden für den Erhalt der Biodiversität und den Artenschutz.

Arten entstehen und verschwinden. Das gehört zur Geschichte unseres Planeten dazu. Doch heute greift der Mensch so massiv in die Lebensräume von Tiere und Pflanzen ein, dass diese natürliche Entwicklung deutlich beschleunigt wird und weltweit das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier in Gange ist. Bienen, Insekten sowie viele andere Tier- und Pflanzenarten sind massiv bedroht. Zahlreiche Arten sterben durch menschengemachte Ursachen für immer aus oder weisen immer kleinere Populationen auf.

So engagiert sich Waschbär für den Artenschutz

Volksbegehren „Rettet die Bienen"

Das Artensterben hat sich in den vergangenen Jahren so beschleunigt, dass es neben der Klimakrise die zweite große ökologische Katastrophe unserer Zeit ist. Die Zeit drängt, wir müssen jetzt handeln, um das Artensterben zu stoppen. Daher hat Waschbär das Volksbegehren “Rettet die Bienen“ in Baden-Württemberg“ als Mitglied im Trägerkreis unterstützt. Das Volksbegehren hat unter anderem einen Wandel in der Landwirtschaft, den Ausbau des Öko-Landbaus und die Halbierung des Pestizideinsatzes gefordert. Es wurde im Sommer 2019 von proBiene - Freies Institut für ökologische Bienenforschung initiiert und von einem breiten Bündnis aus Umweltverbänden, landwirtschaftlichen und nachhaltigen Unternehmen und Organisationen getragen.

Gesetzentwurf für mehr Artenschutz in Baden-Württemberg

Das Volksbegehren hatte insbesondere bei den Bauernverbänden für Kritik gesorgt. Um eine Lösung zu finden, die sowohl dem Artenschutz dient als auch von den Landwirten mitgetragen wird, hatte die Landesregierung ein Dialogangebot gemacht und alle Interessensgruppen an einen Runden Tisch gebeten. Dieser Dialog mit der Landesregierung und den Landwirtschaftsverbänden hat sich gelohnt: Im Dezember hat die Landesregierung einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der den Artenschutz im Gesetz verankern soll und nun noch per Landtagsbeschluss zum Gesetz gemacht werden muss. Aufgrund des Gesetzentwurfs wurde die Sammlung von Unterschriften für das Volksbegehren gestoppt.

Schnelle Maßnahmen gegen das Artensterben

Für die Umsetzung von Maßnahmen für den Artenschutz stellt die Landesregierung zusätzliche 62 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren bereit. Das Gesetz wird schnelle Maßnahmen gegen das Artensterben in Baden-Württemberg ermöglichen:

  • Mehr Lebensräume für Arten: Baden-Württemberg Land verpflichtet sich einen zusammenhängenden Verbund an Biotopen zu schaffen, die 15 Prozent der Landesfläche umfassen. Landwirtschaftsbetriebe werden besser dabei gefördert, mindestens fünf Prozent ihrer Flächen der Natur zu überlassen. Streuobstwiesen, die besonders wichtig für die Artenvielfalt sind, werden künftig besser vor Rodungen für Baugebiete geschützt.
  • Weniger Pestizide: Im Jahr 2030 dürfen noch halb so viele chemische Pestizide eingesetzt werden wie heute. Baden-Württemberg verpflichtet sich, die Landwirtinnen und Landwirte auf diesem Weg durch Forschung und Förderung zu begleiten. Das Reduktionsziel gilt nicht nur für einzelne Betriebe oder Anbauarten, sondern für das ganze Land. Kommunen, Industrie und Privatleute müssen sich auch daran beteiligen.
  • Mehr Öko-Landwirtschaft: Bio ist besser für den Artenschutz. Daher will die Landesregierung Landwirtinnen und Landwirte besser bei der Bio-Umstellung unterstützen und die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Ziel ist, einen Bio-Anteil von 30 bis 40 Prozent bis 2030 zu erreichen. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, stellt Baden-Württemberg seine landwirtschaftlichen Betriebe sofort auf bio um.
  • Mehr Schutz in Schutzgebieten: Bisher sind viele Schutzgebiete in Baden-Württemberg eine Mogelpackung, da dort die gleichen Pestizide ausgebracht werden dürfen wie in Nicht-Schutzgebieten. Ab 2022 herrscht in Naturschutzgebieten ein Pestizidverbot. In anderen Schutzgebieten wird künftig kontrolliert, dass die Landwirtinnen und Landwirte gemäß integriertem Pflanzenschutz arbeiten, d.h. nur spritzen, wenn Schädlinge wirklich auftreten oder resistente Sorten anbauen.
Kunden-Aktion für den NABU Müllheim

Dank der Hilfe unserer Kundinnen und Kunden kann die NABU Gruppe Kreis Müllheim e.V. eine Streuobstwiese bei Heitersheim in Südbaden pflegen, die Lebensraum für heimische Tier- und Pflanzenarten bietet. Bei unseren Spenden-Aktionen sind bisher über 15.000 Euro zusammen gekommen. Mit einem Teil des Geldes wird der NABU Müllheim zudem ein weiteres Schutzgebiet kaufen, aufbauen und betreuen.

Bio-Pflanzen mit Mehrwert

Auch im Rahmen unseres Bio-Gartensortiments spielt der Artenschutz eine Rolle. Wir achten bei der Auswahl unserer Bio-Stauden darauf, dass die Pflanzen nicht nur eine optische Bereicherung sind, sondern auch immer einen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität leisten. So tragen unsere Blütenpflanzen bis auf wenige Ausnahmen ungefüllte Blüten, deren Nektar für Insekten zugänglich ist. Zudem setzen wir wann immer möglich auf hier beheimatete Pflanzen, an die sich unsere Tierwelt angepasst hat.