Do it yourself: Lichterhäuser basteln aus Kaltporzellan

Die selbst gebastelten Lichterhäuser stehen auf einer Fensterbank.

Wenn es draußen grau und ungemütlich wird, holen wir uns gerne warme, leuchtende Stimmung ins Haus. Wie wäre es, wenn wir dieses Jahr dafür einmal funkelnde Lichterhäuser basteln? Die hübschen, dekorativen Häuschen findet man im Advent auf zahlreichen Weihnachtsmärkten – und das Beste daran: Sie lassen sich ganz einfach selbst machen. Denn um ein Lichterhaus zu basteln, muss man kein Töpferprofi sein: Mit selbst gemachtem Kaltporzellan oder lufttrocknender Modelliermasse sind keine Brennarbeiten erforderlich. Wie das funktioniert, erkläre ich Ihnen hier.

Kaltporzellan – mit wenigen Zutaten selbst gemacht

Für das Kaltporzellan als DIY-Alternative zu gekaufter Modelliermasse braucht es lediglich drei Zutaten: Natron, Speisestärke und Wasser. Der feine, weiße Teig erinnert an echtes Porzellan und unterscheidet sich daher in der Optik vom eher rustikal anmutenden Salzteig. Im Gegensatz zu herkömmlichem Porzellan trocknet Kaltporzellan allerdings an der Luft und ist daher sehr benutzerfreundlich.

Ob kleine Skulpturen, Schmuck, Kerzenhalter oder Anhänger – selbst gemachtes Kaltporzellan eignet sich für viele kleine Bastelprojekte. Auch zum Basteln mit Kindern ist es ideal, denn es lässt sich leicht formen und ist frei von Chemikalien. Die Mischung kann nach Bedarf mit Lebensmittelfarben eingefärbt oder nach dem Trocknen leicht geschliffen und bemalt werden.

Falls Sie also auf der Suche nach schönen Ideen für einen gemeinsamen Familien-Basteltag oder einem DIY-Geschenk sind, können Sie aus Kaltporzellan die süßen Lichthäuser basteln. Hier zeige ich Ihnen, wie das funktioniert.

Anleitung für selbst gebastelte Lichthäuser

Hier können Sie die Anleitung für die selbst gebastelten Lichterhäuser als PDF herunterladen.

Die Vorlage für die Lichterhäuser können Sie hier herunterladen.

Hinweis: Die Vorlage gilt für Lichthäuser mit einer Seitenteilstärke von vier bis fünf Millimetern. Bei abweichenden Maßen der Seitenwände bitte die Bodenplatte entsprechend anpassen.

Das brauchen Sie für die Lichthäuser

  • lufttrocknende Modelliermasse oder selbst gemachtes Kaltporzellan
  • Nudelholz
  • ggf. Klarsichtfolie zum besseren Ausrollen
  • scharfes Küchenmesser oder Teppichmesser
  • Backpapier
  • Schleifpapier
  • Sekunden- oder Bastelkleber
  • ggf. Acrylfarben

Lichthäuser basteln – so geht’s

  1. Vorlagen ausdrucken und ausschneiden. Bei Bedarf davor auf eine etwas dickere Pappe kleben.
  2. Modelliermasse mit dem Nudelholz vier bis fünf Millimeter dick auf einem harten Untergrund ausrollen. Dafür gegebenenfalls vor dem Ausrollen etwas Klarsichtfolie auf die Modelliermasse legen.
  3. Vorlagen darauflegen und die Formen mit einem Schneidewerkzeug oder scharfen Küchenmesser ausschneiden. Anschließend die Fenster mit kleinen Vierecken nach individuellem Geschmack entweder bunt verteilt oder geordnet ausschneiden.
  4. Nachträglich mit dem Finger die Unregelmäßigkeiten an den Kanten glätten. Die ausgeschnittenen Einzelteile auf Backpapier auslegen und über Nacht trocknen lassen.
  5. Um glatte Flächen zu erhalten, die getrockneten Einzelteile mit feinem Schleifpapier abschleifen. Die Front- und die Seitenteile mit Sekunden- oder Bastelkleber zusammenkleben, sodass ein Häuschen entsteht. Die Bodenplatte nicht verkleben, damit Teelichter und Co. von unten in das Lichthaus eingesetzt werden können (das fertige Häuschen wird also auf die Bodenplatte gestellt). Optional die Ritzen an den zusammengeklebten Stellen mit etwas Modelliermasse verputzen. Dazu ein wenig Modelliermasse mit viel Wasser in die offenen Ritzen einarbeiten.
  6. Die fertigen Häuser nach Bedarf mit Acrylfarben bemalen.

Sorgen auch für eine gemütliche Atmosphäre: Windlichter aus Salzteig.

 

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