Copernica cerifera

Deutsche Bezeichnung: Carnaubapalme

Weitere Bezeichnungen / Synonyme
im Rahmen der deutschen Inhaltsstoffangaben:
Carnaubawachs, Palmwachs, Copernica cerifera wax, Cera carnauba, Copernicia cerifera martius




Herkunft/Geschichte

Vor etwa 300 Jahren lernten spanische Jesuiten im Nordosten Brasiliens die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Carnaubapalme von den einheimischen Tremembé-Indianern kennen, die diese Fächerpalme als Baum der Weisheit bezeichneten.
Den wissenschaftlichen Namen Copernicia erhielt die Carnaubapalme zu Ehren des berühmten Astronomen Nikolaus Kopernikus. Carnaubawachs stammt von der Palme Copernicia cerifera Martius, die in Brasilien beheimatet ist.

Verwendete Pflanzenteile und Gewinnung der Rohstoffe

Zur Gewinnung des Wachses trocknet man die jungen, abgeschnittenen Blätter der Carnaubapalme. Während des Trocknens schrumpft das Blatt und die Wachsschuppen lösen sich. Durch Klopfen oder Schaben fallen sie komplett ab. Die Ausbeute ist allerdings recht gering: Ein Blatt liefert nur zwei Gramm Wachs. Pro Jahr und Palme lassen sich 160 Gramm Wachs pro Baum gewinnen.

Wirkstoffe

Carnaubawachs besteht im wesentlichen aus gesättigten höheren Fettsäuren und hat einen Schmelzpunkt von 80-88°C. Es ist frei von jeglichen Duftstoffen. Das gelbe bis grünliche, sehr harte Wachs dient zur Erhöhung der Schmelzpunkte weicher Wachse und verbessert die Konsistenz von kosmetischen Formulierungen .

Verwendung in der Naturkosmetik

Wegen seiner guten Konsistenzgebung und seiner schützenden und hautpflegenden Wirkung wird Canaubawachs für viele Naturkosmetik-Rezepturen benötigt. Deshalb finden wir es in Gesichtscremes, in Masken und Peelings für Gesicht und Körper, in Lippenpflegeprodukten, Lippenstiften, Puder Make Up, Rouge und ayurvedischen Kajal- und Lippenstiften.